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Reiseberichte

 

Daniela und Sager, Foto Slawik

Foto : Christiane Slawik  www.slawik.com

 

Artikel in  der Pegasusausgabe Juni 

PRESSEARTIKEL

Artikel im Pegasus / Freizeit im Sattel

Text und Fotos von Christiane Slawik

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Artikel im Cheval Magazine Juni

Artikel im Cheval Magazine

Fotos : Slawik

Text : C . Plet

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Oase - Tunesien, September '09 von Sarah W. aus Leipzig

Es ist zwar nun schon ein paar Monate her, aber "dank" des nicht enden wollenden Winters hänge ich gerade gerne meinen Urlaubserinnerungen nach. Also schreibe ich diese nun hier auf...
Da ich schon länger nicht geflogen war (erst recht nicht auf einen anderen Kontinent), und auch beim Reiten von Hengsten kaum Erfahrung hatte, war ich bei Reiseantritt insgesamt doch ziemlich aufgeregt. Im Nachhinein ist bei mir nur eine positive Aufregung geblieben, eine Art Ansammlung von Glücksgefühlen.

Wir sind abends auf Djerba gelandet, wurden schon am Flughafen erwartet und dann direkt zum Ferienhaus gebracht. Nachdem wir im Dunkeln noch kurz die paar Meter zum Meer gelaufen waren, haben wir uns noch gemütlich auf unseren Balkon mit Meerblick gesetzt. Außer das Meerrauschen war nichts zu hören, also Idylle pur! Unsere Wohnung war sehr geräumig, gemütlich und gut ausgestattet. Nein ich hätte wirklich mit keinem Hotelgast tauschen wollen.
Am nächsten Morgen haben wir dann zum ersten Mal alles in hell gesehen: Das Haus ist wunderschön, der Garten toll bepflanzt, u.a. mit Bananenpflanzen und Palmen, und alles super gepflegt. Besonders toll, der Blick auf's Meer, der nur von ein paar großen Dattelpalmen "unterbrochen" wird.

Zusammen mit unseren Mitreiterinnen sind wir dann in wenigen Minuten zum Stall gelaufen. Die Anlage ist sehr gepflegt und ebenfalls hübsch bepflanzt. Für die Pferde sind mehrere fest eingezäunte Sand-Paddocks vorhanden. Die Pferde wurden zugeteilt, wobei auch Wünsche geäußert werden durften, wenn Können und Temperament/Charakter des Pferdes passen. Und dann kam auch schon der erste Ritt. Zuerst haben wir es zur Eingewöhnung etwas ruhiger angehen lassen, haben dann aber auch ein paar flotte Galoppaden gewagt, wobei es dennoch stets kontrolliert zuging. Es wurde zwischendurch auch immer geschaut wie Pferd und Reiter klarkommen, ggf. Tipps gegeben, sodass die Pferde entspannt laufen können.
Nun zu den Pferden, bis auf einen Wallach alles Araber- und Berber-Hengste: Was rein optisch schon zu erkennen war, sie sind sehr gepflegt und gut gefüttert (sogar in besserem Zustand als viele deutsche Schulpferde), die Ausrüstung ist ebenfalls top in Schuss, alles gepflegte Marken-VS-Sättel. Die Pferde sind alle sehr unkompliziert, nervenstark und rittig, keinesfalls abgestumpfte Touristenpferde (es ist ja auch ein Programm für fortgeschrittene Reiter und die Pferde gehen nur 1x am Tag). Trotz der verschiedenen Temperamente waren alle gut vorwärtsgehend und dennoch jederzeit regulierbar. Absolut klar im Kopf und nicht "heiß" wie ich es von manchen anderen Pferden kenne, d.h. sie gehen auch nach einem ordentlichen Galopp wieder ruhigen Schritt. Ich hatte die Woche neben meinem "Liebling" noch zwei weitere Pferde probiert. Wirklich sehr sehr edle Pferde, jedes eine eigene Persönlichkeit, auf denen man gar nicht anders kann als zu genießen...
Dazu lud nämlich auch die Landschaft ein. Die Ritte waren immer ein guter Mix aus Hinterland und Meer. Die Olivenhaine schienen endlos, zwischendrin wechselte nur mal die Farbe des Sandes von rot zu weiß. Wir kamen durch kleine Dörfer und durch den "Canyon". Mein Traum seit Jahren war natürlich das Reiten am Meer, der sich nun endlich erfüllte. Das Highlight war der Ritt entlang der unverbauten Küste zu der Sandbank/Lagune. Wohin man schaute nur Sand und Wasser, die einzige Menschenseele außer uns ein Fischer in seinem kleinen Boot. In der Ferne hörten wir Flamingos. Meine Mitreiterin war von diesem Platz (und das auf einem Traum-Hengst) so gerührt dass ihr die Tränen liefen...

Noch kurz was zur Gegend: Es ist eine eher ländliche Region, in der es noch keinen Massentourismus gibt. Die Menschen sind sehr angenehm, auch als junge blonde Frau ;-) wurde ich höchstens mit einem "Hallo, wie gehts" angeredet, keine Spur von Belästigungen oder Aufdringlichkeit! Die Strände der nahegelegenen Hotels sind sehr gepflegt und mit genügend Sonnenschirmen und Liegen ausgestattet. Wir haben am ersten Tag nachgefragt, ob wir den Hotelstrand nutzen dürfen, was kein Problem war. Im September haben wir trotz super Badewetters immer genügend freie Liegen gefunden.

Ich könnte jetzt noch massig schreiben, aber das soll genügen um einen Eindruck zu erhalten. Bei diesem Programm wird man individuell betreut und beraten z.B. auch was Unternehmungen und Käufe angeht. Beim Reiten konnten wir auch jederzeit eine Fotopause machen... Es war einfach der perfekte Reit- und Badeurlaub!

Reisebericht von Elvira

Es ist wirklich ein gelungener Mix aus Reiten und Baden. Auch meine nicht-reitendende Freundin hat sich dort sehr wohl gefühlt.

Es war auch nicht zu heiß zum reiten, da ständig ein angenehmer Wind ist und was sehr sehr angenehm war, keine einzige Mücke oder Bremse weit und breit !! An meinen 4 Reitagen habe ich 2 Pferde ausprobiert. Sie waren vom Charakter her sehr unterschiedlich, aber beide sehr lauffreudig und mit Eifer bei der Sache. Man spürt sofort, daß sie auch Spaß an den Ausritten haben. Ich hatte schon ein bisschen Bammel vorm Reiten auf Hengsten, aber mit ehrlichen 3 Hufeisen (Reitqualifikation :  gute und sichere Reitkenntnise ) ist es gut machbar und man hat viel Freude mit den kleinen Kraftpaketen. Die Ausritte sind ein ausgewogener Mix von Schritt, Trab und Galopp im Hinterland, oder den Uferweg am Meer entlang. Sarah ist eine kompetente, erfahrene Reitführerin, die sehr auf die Sicherheit/Wohl ihrer Gäste und Pferde achtet, ohne dass der Spaß dabei zu kurz kommt.

Unser Appartement (2 Schlafzimmer) im 1.Stock war sehr schön gelegen , mit 3 Terrassen. Schatten war immer vorhanden. Für das Frühstück bekommt man den Kühlschrank gefüllt mit Marmelade, Butter, Yoghurt, Käse und frischen Eiern von Sahras eigenen Hühnern auf der Ranch. Ebenso gibt es Tee und Kaffee. Wir hatten eine voll eingerichtete Küche und haben auch 2 Mal "zu Hause" zu Abend gegessen. Einmal waren wir im Restaurant am Strand und hatten sehr leckeren Fisch. Aber da wir sehr deutsch früh zu Abend aßen, saßen wir am Anfang alleine dort. Die Franzosen kamen erst so um 9 Uhr zum essen. Deshalb sind wir die restlichen Male in ein Hotel in der Nähe zum Abendbuffet gegangen. War ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Für  ca 8,50 EUR hatte man die volle Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen und sogar noch eine Flasche Wein und Tafelwasser dabei.

Wie sehr oft in Tunesien hat man am Strand ein Seegras-Problem. Es ist aber nur ein optischer Mangel, denn im Gegensatz zu Algen sind die "langen Grashalme" weder schleimig noch giftig. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Das Meer war sehr schön und hatte angenehme 29 Grad. Aber keine Angst, ist trotzdem eine Abkühlung, denn nach 30 Minuten dümpeln, fröstelt man wirklich leicht :D

Für einen gemeinsamen Urlaub von Reitern und Nicht-Reitern sehr empfehlenswert.

Reisebericht von Susann

Sonne, Strand, Meer und Pferde, was will man mehr auf dieser Erde!! In Tunesien kann man all das haben. Hier nun ein kurzer Einblick in meinen Urlaub (der sicher nicht der letzte dort war):

Am Ferienhaus angekommen (ca. 50 m nur vom Meer entfernt) staunten wir erstmal nicht schlecht. Das Haus wurde erst vor kurzem fertiggestellt und ist daher wunderschön und sieht aus wie ein kleines Schloß. Von der Terrasse (super geeignet zum Frühstücken und den Tag ausbaumeln zu lassen) geht es dann in die schöne Wohnung. Es gibt insgesamt zwei Schlafzimmer mit je zwei Betten, eine sehr große Küche, ein schönes Bad und eine nette gemütliche Wohnstube. Die ersten Tage wohnten wir noch mit zwei super netten Schweitzern in dem Ferienhaus. Und ich finde ja, man sollte beim Switzerdudch (oder so ähnlich) das Dudch weglassen. Ich hab da kein bisschen Deutsch verstanden, wenn die beiden sich unterhalten haben. Aber trotzdem mochten wir uns alle ganz gern und die Kommunikation hat auch irgendwie geklappt 

Im Programm ist das Frühstück mit enthalten und es war auch immer reichlich viel im Kühlschrank. Mittags und abends kann man gegen ein geringes Entgelt im 300 m entfernten Hotel essen. Dort gibt es immer Büffet und die Auswahl ist riesig und auch sehr lecker.
Zum Hotel gehört auch ein super schöner und sauberer Sandstrand. Den haben wir jeden Vormittag ausgiebig genutzt. Wer mag, kann auch zahlreiche Wassersportarten ausprobieren (Wasserski, Jetski, Bananenbootfahren, Kanu, andere komische Gummiboote wo ich den Name nicht weiß und noch mehr).

Aber nun zum wichtigsten: die Pferde. Insgesamt gibt es dort fünf Hengste und einen Wallach. Alle sind sie super top gepflegt und wahrscheinlich die glücklichsten Pferde in ganz Tunesien. Ich hatte, bis auf einmal, Halib, einen weißen Araber-Berber Hengst und ich hab mich in ihn verliebt!! Er ist soooo toll. Er hat einen schnellen Schritt aber er ist sehr gut zu halten, trotz der vielen Hormone , die durchkommen, wenn ein anderes Pferd oder ein Esel in Sicht ist. Bei einem unserer letzten Galoppaden wollte ich am liebsten Singen "I believe I can fly ..." und das am wunderschönen Strand. Während der Ritte hat uns meist Sarah begleitet. Das machte super viel Spaß und das Land mit dem Pferd zu erkunden ist echt toll und auch manchmal abenteuerlich.

Und um andere auch zu überzeugen, die sich nicht nach Tunesien trauen: Ich habe mich in Tunesien wohl gefühlt. Auch wenn man sich am Anfang wie ein Alien vorkommt, weil man halt häufiger angeschaut wird als Männer, aber aufdringlich war niemand! Und wir haben uns in jeder Situation sehr wohl gefühlt. Obwohl ... einmal sind wir im Dunkeln am Strand vom Hotel zurück zum Ferienhaus gelaufen. Plötzlich bellte von weiter vorne ein Hund (es klang wie ein sehr großer Hund) und wir entschieden uns dann doch zurück zum Hotel zu laufen und an der Straße zurückzulaufen. Man kennt ja die Hunde nicht und für gewöhnlich laufen die dort auch frei herum. Am nächsten Tag sind wir den Weg tagsüber langgelaufen und trafen auf eine sehr nette Hündin mit ihren vier super süßen Welpen. Am nächsten Abend haben wir uns dann getraut: Wir sind am Strand zurückgelaufen und als das Bellen immer lauter wurde, und wir immer kleiner, hörten wir dann aber auch im Hintergrund die kleinen Welpen und dann waren wir froh, als es wieder unsere nette Hundemama war!!

Fazit: Der Urlaub war super schön und ich werde auf alle Fälle wieder nach Tunesien fliegen.

Reisebericht von Angelika

Absolut perfekte Kombination aus Schweizer Präzision und tunesischer Gastfreundschaft!

Vorgestern bin ich ganz beschwingt aus Tunesien zurückgekehrt - richtig erholt und voller guter Erinnerungen. Von Anfang bis Ende rundherum bestens betreut, von der Abholung am Flughafen bis zum pünktlichen Transfer bei der Rückreise. Dazwischen ein Aufenthalt in einem modernen, großen und zweckmäßigen Gäste-Appartment, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt, Terrasse mit Blick auf Palmen und Meer.

Sarah achtet sorgfältig darauf, dass ihre Gäste nicht verhungern, und das Angebot im Kühlschrank ist fast nicht zu schaffen, obwohl ja eigentlich nur Frühstück inklusive ist. Besonders das köstliche Couscous wird mir in sehr angenehmer Erinnerung bleiben! Auf Wunsch kann man sich selbst versorgen oder in einem nahegelegenen Hotel zu einem günstigen Preis das Mittag- oder Abendessen (reichhaltiges Buffet) einnehmen.

Aber das Wichtigste sind natürlich die Pferde - vermutlich die glücklichsten, gepflegtesten und am besten gefütterten in ganz Tunesien! Die Ausritte waren sehr abwechslungsreich und ausgezeichnet geführt. Wer auf hirnloses Dahinpreschen aus ist, sollte sich anderswo umsehen, hier wird durchaus flott, aber immer korrekt und pferdefreundlich geritten. Dadurch sind die Pferde in allen Gangarten gut regulierbar, lassen sich fordern, aber auch ohne brutale Paraden leicht wieder aufnehmen.

Kurz und gut, ein echtes Highlight und für fortgeschrittene Reiter wirklich zu empfehlen.

Reisebericht von Tanja

Und weil es so schön war, landete ich spontan noch einmal in der Oase und verbrachte dort wieder eine tolle Woche!

Die Ritte waren auch dieses Mal wieder sehr abwechslungsreich und führten uns direkt am Meer entlang, über Sandstrände, durch idyllische Olivenhaine, kleine Dörfer und auch an der einen oder anderen Palme vorbei. Nicht zu vergessen auch die kleine Kletterpartie durch den Canyon bei der ich mich wie plötzlich in ein komplett anderes Land (Kleinamerika?) versetzt gefühlt habe. Auch war es jetzt etwas grüner , so dass dadurch die Landschaft ein wenig verändert aussah.

Sehr passend war auch, dass meine Mitreiterin (die ebenfalls schon  zu Gast auf der Ranch war) und ich jede dort ein anderes Lieblingspferd haben und wir so die meisten Ritte mit unserem „Liebling“ verbringen konnten. Wobei ich aber auch betonen muss, dass dort wirklich alle Pferde Spaß machen zu reiten und durch ihre unkomplizierte Art bestechen, da sie gut vorwärtsgehend aber trotzdem fein zu reiten sind und einfach keine Gemeinsamkeiten mit den typischen Touristikpferden haben, die ich schon manchmal auf anderen Höfen kennengelernt habe. Auch im Umgang sind sie einfach nur lieb und es ist für jeden (Reiter-)Geschmack etwas dabei. Das neueste Pferd des Hofes bin ich nicht geritten, aber meine Mitreiterin war ziemlich begeistert von ihm.

Ein ganz besonderes Highlight war auf jeden Fall der Tagesritt den wir gemacht haben. Wir sind auf einen Sandweg durch ein riesiges Olivenbaumfeld (der Ausdruck Olivenhain würde dem nicht gerecht werden) geritten der einfach kein Ende nehmen wollte und hatten das Glück in dem seichten Meerwasser Flamingos einmal außerhalb des Zoos beobachten zu können. Eine ausgiebige Pause mit leckeren Snacks haben wir direkt am Meer abgehalten. Auf dem Rückweg ging es dann unter anderem noch durch eine hübsche Allee bis wir dann alle ziemlich zufrieden wieder „zu Hause“ angekommen sind.

Auch dieses Mal kann ich sagen: Ich komme wieder! Denn alle guten Dinge sind drei….oder vier…oder fünf…:-)

Die Kombination aus reiten und baden ist besonders klasse. Ansonsten finden dort in der Nähe Berbermärkte statt die zu einem Bummel einladen und gut und günstig mit dem Taxi erreichbar sind. In den sehr nahe gelegenen Hotels kann man weitere Freizeitmöglichkeiten buchen wie z.B. Thalasso-Anwendungen, Fahrten mit Quads und auch diverse Ausflüge. Also langweilig wird einem auf keinen Fall…!

Reisebericht von Sabine :

Nun sass ich in dem Flugzeug und Zweifel krochen in mir hoch, und ich fragte mich , ob mich denn der "nackte Wahnsinn " getrieben hatte , als ich diese Reise gebucht habe... Flog ich doch mutterseelenallein nach Djerba und bin dort mit ein paar Berber und Araberhengsten zum reiten verabredet. Sass ich doch gut 10 Jahre nicht mehr so richtig auf dem Pferd, ausgenommen die paar Male auf einem ganz lieben und verfressenen Haflinger einer Bekannten. Früher bin ich zwar sehr viel und sicher auch akzeptabel geritten , aber jetzt ... ? Naja, jetzt ist es ja sowieso zu spät , Rückkehr nicht mehr möglich, wird schon klappen...

Am Flughafen wurde ich abgeholt und nach einer Fahrt von 1 Stunde , bin ich in Zarzis angekommen. Sarah begrüsste mich ganz herzlich und zeigte mir mein Reich für die nächste Woche. Dann ging es auch schon zu den Pferden. Die Pferde leben in schönen sehr grossen Boxen , es hat einen Paddock und alle machten einen sehr ruhigen und netten Eindruck. Langsam wurde ich auch entspannter und war guter Hoffnung , dass alles gut gehen wird.

Ich möchte hier jetzt kein Tagebuch schreiben, deshalb fasse ich alles ein wenig zusammen.

Da ich Sarah gebeten habe, es ein wenig langsamer angehen zu lassen, bekam ich für die ersten paar Ritte " Antar" einen Berber - Kaltblutmix mit einem rieee......sigen Hals. Das war zum Anfang genau das richtige für mich zum Eingewöhnen. Absolut zuverlässig , schöner Schaukelgalopp und mit nichts in der Hand zu reiten. Dann bekam ich auch das neue Pferd zum reiten ( Jaohar, oder so ähnlich ), einen Fuchs mit 2 blauen Augen und zum Schluss. den Schimmel Halib. Ich muss sagen, dass jedes dieser Pferde grundverschieden ist, aber alle haben sehr Spass gemacht und mich sicher durchs Gelände getragen. Trotz der langen Reitpause , habe ich mich sehr schnell wieder im Sattel zurechtgefunden. Zum Glück!!

Was sicher ganz speziell ist, dass Sarah ihre Pferde alleine versorgt , d.h. misten, füttern, pflegen und wenn immer möglich die Ausritte auch selbst führt. Wieso sie denn das meiste alleine mache, habe ich sie gefragt. Die Antwort war diese, dass sie dies sowieso gerne macht und ihre Pferde liebt und sie auch nicht in die Hände anderer geben möchte, das ginge nicht gut. Wurde mir auch klar , als ich zum Teil die Wild - Westmanier der  Reiter vor Ort gesehen habe. So war ich froh und glücklich, dass ich mich ganz heimisch fühlen konnte in punkto Pferdeumgang, Reitweise , Pferdehaltung, Sprache, etc... Habe leider ein paar ganz schlimme Sachen sehen müssen bei den " Reittrupps " der nahen Hotels und die Kutschenpferde haben ein ganz schlimmes Los gezogen..... Traurig, dass man Tieren sowas antun kann..

2. Reisebericht von Dani :

Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist, das mich immer wieder dorthin zieht.  Sind es die tollen Hengste, die in dieser Region wirklich einzigartig sind? Oder die -trotz eher karger Landschaft- tollen Ausritte auf fast immer optimalem Untergrund, sei es eine lange Sandpiste, die zum rasanten Galopp lockt, oder die endlosen Wege in den Olivenhainen oder ein verlassener Strand, der gleichwohl zum Bummeln mit den Hufen im Wasser und Träumen sowie auch zum Galoppieren in der Gischt einlädt?
Ich bin sicher, es ist eine Mischung aus allem!

Die Pferde sind in einem Top-Zustand, sehr lauffreudig und machen einfach Spaß. Jeder Gast findet -auch durch die zielsicheren Einteilungen schnell seinen persönlichen Liebling und Pferd und Reiter stellen sich schnell aufeinander ein.
Die Ausritte sind abwechslungsreich, in allen Gangarten: sowohl lange Trabstrecken als auch längere oder kürzere, schnelle oder langsamere Galoppstrecken und je nach Bodenbeschaffenheit auch mal längere Schrittphasen, wo man (frau) einfach die Seele baumeln lassen kann. Wird ein besonders schönes Fleckchen Erde erreicht, wird eine Pause eingelegt, sich angeregt unterhalten oder einfach nur entspannt.

Hervorheben möchte ich -trotz Zusatzbuchung- den Tagesritt. Wer dort ist und die Möglichkeit hat (witterungsbedingt), sollte dieses Angebot unbedingt wahrnehmen. Es ist erstaunlich, welche Vielfalt sich einem plötzlich auftut: im Dezember geht es u.a. quer über eine große grüne Wiese mit leuchtend gelben Blumen oder duftendem Rucola (kein Scherz), eine scheinbar kilometerlange Allee, die einen glauben macht, man könnte noch stundenlang so weiterreiten. Es ist für einen Pferdenarr einfach die schönste Gelegenheit, einen tollen Ritt mit "Entrückung" vom Alltag zu verbinden.

Abschließend einige emotionale Eindrücke, die jedes Reiterherz höher schlagen lassen (müssen):

Baden mit den Pferden im Meer:
- nicht auf dem Rücken des Pferdes, wie Du es u.U. von anderen Programmen kennst. Nein, Baden mit dem Pferd an Deiner Hand: Zu sehen, wie das Pferd (ein Hengst!) sich Dir langsam aber sicher anvertraut und Dir in die Wellen folgt, sogar, bis er den Grund unter den Hufen verliert und sich -am Strick- auf Dich verlassen muß.
Für mich mit das schönste Erlebnis -neben dem Mondscheinritt- dort!

Mondscheinritt:
Vor Mondaufgang geht es los, eine fast mystische Atmosphäre, Gespanntheit liegt in der Luft, das merken auch die Pferde, sind ein bisschen aufgeregt. Eine tolle Stimmung erfaßt Dich!
Der kurze Weg zum Strand ist schnell geschafft, eine Galoppade in der Dunkelheit, Du sieht fast die Hand vor Augen nicht, Du mußt Dich vollkommen auf das Pferd verlassen, welches Dich ganz sicher über den Sandboden trägt. Du spürst die Nähe zu "Deinem" Pferd.
Dann: Wir parieren durch, stehen eng (so eng man mit Hengsten eben stehen kann) zusammen, warten auf den Mondaufgang über dem Meer. Da kommt er, erhebt sich langsam über dem Horizont und Dir bleibt fast der Atem stocken und Du möchtest diesen Augenblick einfach nur festhalten. Auch die Pferde spüren die die Besonderheit, stehen ganz ruhig, man hört nur leises Schnauben und Prusten.
"Zuhause" im Bett kannst Du fast nicht einschlafen, weil Du einfach so überwältigt bist von diesem Erlebnis…

Für Badenixen ist dieser Urlaub in den Sommermonaten ebenfalls bestens geeignet: Das Wasser ist herrlich klar, gut temperiert und der Strand feinsandig und in den Hotelzonen sehr sauber. Vor oder nach den Ritten sind also ein paar Stunden Relaxen & Baden für Strand- und Meer-Fans praktisch ein Muss :-)

Übrigens: Es ist ein kein Problem, als alleinreisende Frau in das Land zu fahren! Ich bin selbst schon alleine angereist und auch alleine unterwegs gewesen und fühlte mich weder bedroht noch bedrängt oder "außen vor". Und wer sich alleine doch nicht traut, wird von der Gastgeberin "an die Hand genommen" um sich das Städtchen Zarzis mit seinen Märkten anzusehen und einen Eindruck von Land & Leute zu bekommen.

Empfehlen kann ich dieses Programm dem sattelfesten anspruchsvollen Freizeitreiter, der sich eben nicht von "ferngesteuerten" Pferden durch die Gegend tragen lassen möchte, sondern der flotte Ausritte auf lauffreudigen Araber-/Berberhengsten unbeschwert genießen kann und möchte!
Mir persönlich gefällt die kleine Anzahl der max. aufzunehmenden Gäste (max. 4) und die dadurch geringe "Gruppen"-Größe, das ist aber sicher Geschmackssache.

Viel Spaß!

PS: Jetzt ist es doch länger und emotionaler geworden, als ich eigentlich angedacht habe, aber ich bekomme davon einfach nicht genug und gerate automatisch ins Schwärmen ;-)

 
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